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Die Brustvergrößerung
Viele Frauen meinen, dass sie zu kleine Brüste hätten. Sie fühlen einen gesellschaftlichen Druck auf sich lasten, der allzumeist aber reine Einbildung ist. Wie es auch sei. Die Brustvergrößerung wird mittlerweile derart häufig durchgeführt, dass man schon fast von einem Routineingriff sprechen kann. Aber Vorsicht! Jeder operative Eingriff ist eine nicht zu unterschätzende Belastung für den Körper. Neben den allgemeinen Operationsrisiken bestehen daneben noch eingriffsspezifische Risiken, wie z.B. die Kapselfibrose.
Mittlerweile gibt es jedoch Fortschritte in der Forschung und auch wesentlich mehr Erfahrung in der Schönheitschirurgie oder auch ästhetische Chirurgie als früher. Dies führt dazu, dass die Risiken für einen Patienten transparenter und überschaubarer werden. In jedem Fall sollte ein Eingriff mit einem Arzt genau besprochen werden.
Arztsuche, Kliniksuche
Bei der Arztsuche sollte ein wesentliches Kriterium lauten, welche Erfahrung der Arzt oder die Ärztin auf dem Gebiet der Brustvergrößerung hat. Fragen Sie den behandelnden Arzt, wieviele Operationen er bereits durchgeführt hat bzw. wie lange er bereits tätig ist. Wichtig ist vor allem, inwieweit Erfahrungen speziell auf dem Gebiet der Brustvergrößerung erworben wurden.
Sehr wichtig ist auch die Reputation der Klinik. Möglicherweise können Sie sich Resultate anderer Brustvergößerungsoperationen ansehen oder sogar mit Patienten, die bereits operiert wurden, sprechen.
Der Preis sollte bei der Auswahl eines Kreises potentieller Ärzte zunächst keine Rolle spielen. Es verbietet sich aber kategorisch zu sagen: Hände weg von „Brustvergrößerung günstig“. Der Preis ist einfach ein wenig aussagekräftiges Kriterium für die Qualität einer Brustvergrößerungsoperation. Allerdings muss man auch wissen: Gute Arbeit hat seinen Preis.
Schließlich sollten Sie auch ein gutes Gefühl gegenüber Arzt und Klinik haben. Denn es gibt bei der erfolgreichen Operation auch eine emotionale Größe, die nicht unbeachtet bleiben soll.
Die Brustvergrößerungs-Implantate
Die zu einer Brustvergrößerung eingestzten Implantate bestehen nicht aus einem einzigen Stoff, sondern sind fast immer wie ein „gefüllter Luftballon“ aufgebaut, d.h. sie bestehen aus einer Umhüllung und einer Füllung.
Die Umhüllung ist in den meisten Fällen aus Silikonelastomeren und doppelwandig. Dadurch wird das Risiko verringert, dass die Füllung des Implantants infolge von Beschädigungen ausläuft. Außerdem bietet die doppelwandige Gestaltung des Brustimplantats Vorteile bei der Formgebung. Mittlerweile bietet die texturierte Oberfläche des Implantats eine guten Schutz vor körpereigenen Abwehrreaktionen und der damit einhergehenden Kapselfibrose.
Das Implantat wird meist entweder mit Kochsalz oder mit Silikon gefüllt.
Brustvergrößerung mit Silikonkissen hat den Vorteil, dass eine sowohl nach Aussehen wie nach Anfühlen besonders gute Imitation einer natürlichen Brust möglich ist. Die einstigen Nachteile, wie insbesondere das Risiko einer Kapselfibrose oder das Auslaufen des Implantats sind durch die doppelwandige Konstruktion und die texturierte Oberfläche des Implantats zu einem weitaus kleineren Risiko geworden. Daher erfreuen sich Silikonkissen zur Brustvergrößerung großer Beliebtheit.
Bei Einsatz eines Implantats mit Kochsalzlösung ist der Formaspekt gegenüber einem Silikonkissen normalerweise benachteiligt. Außerdem kann hier ein Flüssigkeitsverlust mit der Folge eintreten, dass ein zunächst gutes Ergebnis sich nach der Operation noch verschlechtert. Dafür ist das Auslaufen von Kochsalzlösung eines Brustvergrößerungsimplantats grundsätzlich ungefährlich. Vorteilhaft ist auch, dass die gesetzten Schnitte zum Einführen des Implantats kleiner ausfallen können, da erst nach dem Einsetzen des Implantats dieses mit Kochsalzlösung aufgefüllt wird.
Die Brustvergrößerungsoperation
Um die Implantate einzusetzen bieten sich mehrere Möglichkeiten der Schnittführung an:
Transaxillar: Es wird ein Schnitt unterhalb der Axel gesetzt, durch den das Implantat eingesetzt wird.
Inframammär: Es wird ein Schnitt in der Unterbrustfalte gesetzt, durch den das Implantat eingesetzt wird.
Periareolär: Schnittführung im Bereich der Brustwarze. Bei einer Brustvergrößerung ist diese Operationsform seltener anzutreffen.
Lage des Brustimlantats
Bei der Lage des Brustvergrößerungsimplantats gibt es ebenfalls verschiedene Varianten. Es kann über oder unter dem Brustmuskel eingesetzt werden. Neben den medizinischen Erwägungen, die einen Einsatz überhalb oder unterhalb des Brustmuskels erforderlich machen, können folgende Vor- und Nachteile stichpunktartig zusammengestellt werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Implantatslage zunächst ausschließlich anhand medizinischer Erforderlichkeiten ermittelt werden muss. Erst wenn danach eine Wahlmöglichkeit besteht können nachstehende Erwägungen in eine Entscheidung miteinbezogen werden.
Brustimplantat unterhalb des Brustmuskels
Vorteil:
das Implantat erhält duch die Muskulatur eine Stütze und wird dadurch besser gehalten
die Muskulatur wirkt wie ein körpereigener BH
es wird das durch die Schwerkraft verursachte hängen der Brüste verringert
das Aussehen ist sehr natürlich
Nachteil:
gegebenenfalls schmerzhafter als ein Einsatz überhalb des Brustmuskels
großvolumige Implantate können unter Umständen nicht mehr eingesetzt werden.
durch Muskelkontraktion können die Implantate nach oben verrutschen
Sportarten mit starker Beanspruchung der Brustmuskulatur dürfen gegebenfalls nicht mehr ausgeübt werden
Brustimplantat überhalb des Brustmuskels
Vorteil:
grundsätzlich gegenüber untermuskulärem Einsatz geringere Schmerzen
größere Implantatsvolumen möglich
Nachteil:
das Gewebe wird stärker beansprucht und damit geschwächt
das Implantat kann leichter erkannt und erfühlt werden
Sonstiges Wissenswertes zur Brustvergrößerung
Für gewöhnlich ist ein stationärer Aufenthalt bei einer Brustvergrößerung von 1 bis 2 Tagen nötig.
Sofern das Implantat unterhalb des Muskels eingesetzt wurde, wird nach einer Brustvergrößerungsoperation normalerweise ein Brustgurt verabreicht. Dadurch wird ein verrutschen der Implantate verhindert. Die Patientin muss diesen für einen Zeitraum von ca. 6 Wochen tragen. Dies bleibt der Patientin dagegen erspart, wenn das Implantat überhalb des Brustmuskels eingesetzt wurde.
Ärztlicher Rat
Die hier gegebenen Informationen können nur allgemeine Anhaltspunkte sein. Es ist ganz wichtig, dass Sie mit einem Arzt über Ihr Vorhaben sprechen. Nur von ihm können Sie eine individuelle, auf Ihre gesundheitliche und körperliche Verfassung abgestimmte Beratung erhalten.










